Bedeutet das Migrant_in-Sein automatisch das Muslim_a-Sein?
So sieht es jedenfalls die Berliner Zeitung in dem Artikel ‘Behandlung von Migranten – Interkulturelle Kompetenzen gefragt’ (Berliner Zeitung, Nummer 42, 18./19. Februar 2012, Seite S3).
Without IS nothing would be, not even Nothing.
Sprache als performativer Diskurs. Und das mächtigste Wort ist?
Am 31.01.2012 machte die Bundesregierung und der sogenannte ‘Integrationsgipfel’-cum-Aktionsplan die mediale Runde; exemplarisch:
- RP-Online: Regierung will mehr Migranten bei Feuerwehr und Polizei
- ZDF – heute.de: Öffentlicher Dienst soll mehr Migranten einstellen
- Bild.de: Integrations-Gipfel – Staat will mehr Migranten einstellen
- dradio.de: Integrationsgipfel Mehr Migranten sollen im öffentlichen Dienst arbeiten
Was sagt mir der mediale und politische Diskurs?
Als ich guckte, was mir Wikipedia zu dem Suchwort ‘Inklusive Sprache’ liefert, wurde ich auf ‘Geschlechtergerechte Sprache’ weitergeleitet.
Dass Wikipedia ‘Inklusive Sprache’ gleichsetzt mit ‘Geschlechtergerechter Sprache’, finde ich problematisch bis falsch.
Speziell, wenn es um die Verwendung von Splittingformen geht (Doppelform, Schrägstrich, Klammer, Binnen-I (Binnenmajuskel)).
Im Feuilleton-Teil der Süddeutschen Zeitung vom Freitag den 13.01.2012 – auf Seite 13 – wurde über Nord-Neukölln, Gentrifizierung und Hipsters geschrieben:
- Die Hipster, die ich rief – In Berlin-Neukölln zeigt sich: Auf die Gentrifizierung schimpfen immer die am lautesten, die damit begonnen haben (SZ Nr. 10 / Seite 13)
Thema in dem Text sind die sich immer mehr personifizierenden Anti-Gentrifizierungs-Emotionen, die sich auch gegen die Erasmus-Studierenden aus Spanien richten. Unter denen ist Pablo:
Vielleicht bastele ich mir einen gelben Spanier-Stern und nähe ihn mir an die Jacke. So macht ihr das doch in Deutschland! (SZ Nr. 10 / Seite 13)

